Kinderspiele für kleine Kinder
Fingerspiele und mehr
Um so kleiner die Kinder sind, desto mehr Aufmerksamkeit und Beschäftigung brauchen sie. Spiele, die kleine Kinder genießen, müssen die Sinne ansprechen. Sollen sich die Kleinen auch mal allein beschäftigen, klappt das am Besten, wenn Sie ihre Umgebung mit den Sinnen erforschen können.
Beispiele dafür kennen alle Eltern, man kann an die Liebe für Wasser denken, an die Freude am Matschen und Kneten und ähnliches. Ein Sieb und etwas Mehl lassen ein Kleinkind regelrecht in sich selbst versinken.
Ebenfalls sehr beliebt ist das Befüllen und Entleeren von Behältern, Taschen oder Dosen. Sammeln Sie mehrere nicht zu große Gegenstände und lassen Sie das Kind durch einen Schlitz in eine vorbereitete Dose stecken.
Kinderspiele, die schon die ganz Kleinen begeistern, arbeiten oft mit Sprache und Musik. Klang und Rhythmus fasziniert eben schon Babys. Ebenfalls wichtig sind körperliche Berührung und Bewegung.
Fingerspiele stellen dabei eine ideale Kombination beider Elemente dar. Vielleicht wird sich der eine oder andere Erwachsene an seine eigenen Kinderspiele erinnern, wenn er die folgenden Vorschläge liest.
Beim Spielen der Fingerspiele ist es wichtig den Sprachreim möglichst melodisch und immer auf die gleiche Art und Weise auf zu sagen.
Geht ein Mäuslein die Treppe hoch
Die Finger des Erwachsenen wandern im Takt den Arm des Kindes hinauf: „Geht ein Mäuslein die Treppe hinauf.“
Sie verweilen in der Armbeuge des Kindes und kraulen diese: “bleibt ein bisschen hocken“,
Die Finger wandern weiter bis zu den Ohrläppchen: „ geht ein bisschen weiter rauf.“
zupfen zärtlich an den Ohrläppchen: “klingeln an den Glocken“,
klopfen sanft an die Stirn: “klopfet, klopfet, klopfet an,“
und necken die kleine Nase: “Guten Tag, Herr Hampelmann“.
Dieses Spiel begeistert kleine Kinder ab einem Alter von ca. 8 Monaten. Größere Kinder haben dabei oft Spaß an der Variation. Statt der Maus, geht ein stapfender Elefant, ein galoppierendes Pferd oder eine krabbelnde Ameise die Treppe hoch.
Das ist der Daumen
Spiel zum Kennenlernen der Finger:
Die Hand des Erwachsenen umfasst sanft den Daumen des Kindes: „Das ist der Daumen“,
wandert zum Zeigefinger: „der schüttelt die Pflaumen“,
dann zum Mittelfinger: „der hebt sie auf“,
zum Ringfinger: „der trägt sie nach Haus“,
schließlich knuddelt oder kitzelt man den kleinen Finger, sagt dabei neckisch: „und der kleine Wuzi-Wuzi isst sie alle auf.“
Hoppe, Hoppe, Reiter
Das Kind wird so auf die Knie gesetzt, dass es den Erwachsenen anblicken kann, man hält die Hände des Kindes und lässt es im Takt zu folgenden Worten reiten: „Hoppe, Hoppe, Reiter, wenn er fällt, dann schreit er“,
Bei diesen Worten öffnen sich die Knie leicht, so dass die Andeutung eines Falls entsteht: „fällt er in den Graben, fressen ihn die Raben“,
am Ende der folgenden Worte fällt der Reiter zwischen die geöffneten Knie, wobei er natürlich an den Händen gehalten wird: „fällt er in den Sumpf, macht der Reiter Plums“.
Verstecken mit kleinen Kindern
Ein Kinderspiel, das alle kleine Kinder lieben, ist das Verstecken.
Dabei verstecken Mutter oder Vater ihr Gesicht hinter einer Hand oder einem Buch. Schauen Sie kurz heraus, rufen sie „Kuckuck, Kuckuck!“.
Eine Variante ist das Verstecken von kleinen Gegenständen in der Hand. Ist das Baby schon daran gewöhnt, kann es raten in welcher Hand das versteckte Gut liegt. Wird das Gesuchte gefunden ist die Freude groß.

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